Balkon-Apotheke | Food & Farm
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Balkon-Apotheke

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Gegen jedes Wehwehchen ist ein Kraut gewachsen? Stimmt! Und die gesundheitsfördernden Gewächse gedeihen auch gut in Gefäßen.

Heilpflanzen für Töpfe und Kästen.

Für frühere Generationen war es ganz normal, Wildkräuter gegen gesundheitliche Beschwerden oder für die Kräuterküche in Feld und Flur zu sammeln. Aber im Lauf der Zeit mit der Entwicklung synthetischer Medikamente ging die Kenntnis über Pflanzen und ihre Heilkräfte immer mehr verloren. Heute ist das Interesse daran jedoch wieder erwacht, und viele alte Hausmittel erleben eine Renaissance.

Besonders praktisch für den Alltagsgebrauch ist es, sich eine Heilpflanzenauswahl nach persönlichen Bedürfnissen in Töpfen oder Schalen zusammenzustellen. Zum Beispiel ein Arrangement zur Stärkung der Abwehrkräfte oder einen „Erste-Hilfe-Kasten“ zur Linderung kleiner Wehwehchen. So haben Sie vorbeugend oder bei bestimmten Symptomen immer eine Apotheke im Grünen parat – auch, wenn Sie gar kein Stück Land besitzen, sondern nur ein wenig Platz am Fensterbrett, auf dem Balkon oder auf der Terrasse. Die Pflanzen werden nach ihrer Wirkungsweise kombiniert und sind deshalb bei Beschwerden schnell zur Hand.

In einem Balkonkasten oder Kübel können sich die Gewächse naturgemäß nicht ganz so entfalten wie in einem echten Apothekergarten. Und auch hinsichtlich der Ergiebigkeit hat so ein Kasten seine Grenzen. Aber: Viele Beschwerden können Sie schon mit wenigen Blättern oder Blüten lindern. Außerdem regt stetige Ernte die Pflanze auch zu neuem Austrieb an. So wächst immer wieder Nachschub heran.

Fotos ©: Friedrich Strauss, Bigi Möhrle

Gemeinsam oder einsam

Für ein gutes Gelingen sollte die Auswahl der Heilpflanzen für die Miniapotheke auf Balkon oder Terrasse den Standortbedingungen entsprechen. Anders als im Beet müssen Sie auf dem Balkon die oft sehr verschiedenen Ansprüche der Gewächse auf engstem Raum berücksichtigen. Lichtverhältnisse, Substrat und Bodenfeuchtigkeit sollen schließlich allen Pflanzen in einem gemeinsamen Gefäß gleichermaßen behagen.

Lassen sich die Vorlieben der verschiedenen Pflanzen nicht unter einen Hut bringen, bleibt immer noch die Möglichkeit, sich ein kleines Topfarrangement zusammenzustellen, in dem jede Pflanze die Erde bekommt, die ihr behagt und auch unterschiedlich oft gegossen werden kann. Außerdem können so frostempfindliche Gewächse von den übrigen getrennt gehalten werden und den Winter über geschützt im Haus verbringen. Nützlich ist das zum Beispiel bei der Aloe. Ähnlich wie Arnika, Hauswurz, Spitzwegerich und Ringelblume macht sie mit kleinen Wunden und Entzündungen kurzen Prozess, aber anders als ihre Kollegen verträgt die subtropische Art keine Minusgrade.

Im „Paroli-Kasten“ dagegen, der die Abwehrkräfte stärkt, bilden etwa Thymian, Echinacea, Salbei und Malve nicht nur ein unschlagbares Team gegen Erkältungen, sondern jede Pflanze kommt auf ihre Weise mit den herrschenden Verhältnissen im Blumenkasten zurecht. Wie auf Rezept vom Arzt zusammengepflanzt vertragen sich auch die Hustenkräuter, wenn es einen mal erwischt hat. Gegen Bronchitis hilft dann die geballte Kraft aus Eibisch, Lungenkraut, Anis-Ysop und Kapuzinerkresse.

Fit und jung

Aber nicht nur gegen Krankheiten ist ein Kraut gewachsen. Schließlich möchte sich jeder neben seiner Gesundheit auch die Jugendlichkeit erhalten. Fitness bis ins hohe Alter versprechen beispielsweise ayurvedische Kräuter wie Jiaogulan oder Goji-Beere. Und die ungeahnten Kräfte aus den Blättern von Brunnenkresse oder Gotu Kola eignen sich ebenfalls sehr gut für Smoothies und können erntefrisch vom Balkon weg verarbeitet werden – alles rund um die Uhr lieferbar aus der eigenen Kräuterapotheke.

Vom Feld auf den Teller – wissen, was man isst!

Food & Farm ist das Magazin für eine bewusste und genussvolle Lebensweise und wendet sich zudem an Menschen, die die ein oder andere Zutat für die Küche selbst anbauen möchten – ob im Garten, auf dem Acker oder Balkon.

In der neuen Ausgabe testen wir unter anderem – Ei, Ei, sieh da – den Osterklassiker, lassen zum Saisonstart kräftig den grünen Daumen kribbeln, schwelgen in Rhabarber und gehen dem Trend Streetfood auf den Grund (mit Event-Kalender!). Wir besuchen Milchkühe, beetende Blogger und die Farm vom Vatikan. Klingt gut?

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