Tischlein deck dich! | Food & Farm
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Tischlein deck dich!

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Sie bauen Gemüse an, halten Tiere oder sammeln Früchte. Ihre Ernte verarbeiten sie zu Köstlichkeiten, mit denen sie anderen eine Freude machen. Vier Geschichten vom Lebensmittel-selbst-Erzeugen – und vom Verwöhnen kleiner und großer Gäste.

Genuss-Pension

Als der gelernte Kaufmann Hajo Kahl und der Journalist Dirk Endruleit 2003 ein verlassenes Anwesen in Mecklenburg-Vorpommern entdecken und schließlich kaufen, geht für die beiden der langgehegte Traum vom Landleben in Erfüllung. Heute umsorgen sie auf ihrem liebevoll restaurierten Biohof in Mecklenburg-Vorpommern nicht nur ihre Tiere – Wollschweine, Kamerunschafe, Federvieh – und den riesigen Bauerngarten, sondern auch ihre Besucher. Gastlichkeit und Kulinarik sind den beiden wichtig: In den farbenfroh gestalteten Zimmern sind Gäste willkommen, serviert werden nur Leckereien aus eigener Ernte sowie Bio-Fleisch und Fisch aus der Region.

Feld-Wirtschaft

Gastfreundschaft erfährt der Besucher auch bei Susanne Kopp und Wilhelm Schmid. In ihrer „Feld-Wirtschaft“ in Baden-Württemberg kommt buchstäblich das auf den Tisch, was auf ihrem Acker wächst. Denn auf dem Feld direkt neben ihrem Restaurant können die Gastronomen aus dem Vollen schöpfen: 2500 Quadratmeter mit 100 Beeten, von Schmid selbst angelegt. Hier hegt und pflegt der gelernte Maurer über 50 verschiedene Kräuter, unzählige Gemüsearten und Blumen mit essbaren Blüten. Von Woche zu Woche entscheidet der begeisterte Koch stets neu, welche Gerichte seine Speisekarte schmücken. Seinen Gästen möchte er vermitteln, welch großartige Aromenfülle Produkte aus eigenem Anbau haben können.

Marmeladen-Manufaktur

Andrea Veltjens wagte vor 15 Jahren den Neubeginn und zog wieder aufs Land. Sie wollte eigenes Gemüse und Obst ernten und davon so viel wie möglich selbst verwerten. Nach und nach verwandelte sie ihr 7500-Quadratmeter-Grundstück in Burg im Spreewald in eine Ackeridylle mit Beeren, Gemüse, Kräutern und Blumen. Und dann ging’s ans Einmachen! Heute betreibt die Familie in ihrem Selbstversorgerreich eine Marmeladen-Manufaktur – in der blitzblanken Küche verarbeitet Andrea Veltjens neben Obst aus eigenem Anbau auch selbst gesammelte, wildwachsende Früchte aus der nahen Umgebung. Viele Köstlichkeiten entstehen nach den alten Rezepten ihrer Mutter, inzwischen sogar mit Unterstützung zweier Hilfskräfte. Je nach Saison bietet die Marmeladenfee über 30 Sorten an. Einer ihrer Kunden – das Berliner Luxushotel „Adlon“.

Zwergen-Speisung

Der Grundstein für die Begeisterung fürs Pflanzen und die Erzeugung von Lebensmitteln wird oft schon früh gelegt. Eine Krippe in München-Obermenzing geht hier neue Wege: Dort lernen die Kinder, verschiedene Gemüsesorten, Kräuter und Salat selbst zu pflanzen und zu pflegen. Mit der Ernte werden sie mittags bekocht. Und was nicht auf dem Teller der Kinder landet, darüber freuen sich die Nutztiere. Bei der Arbeit auf dem 650-Quadratmeter-Acker und der Versorgung der Kaninchen sind schon die Kleinsten mit dabei. So bekommen sie Kontakt zur Natur, erklärt Krippenleiterin Bettina Walz. Und an den Wochenenden kümmern sich dann die Eltern abwechselnd um Tiere und Beete.

 

Food & Farm ist das Magazin für eine bewusste und genussvolle Lebensweise und wendet sich zudem an Menschen, die die ein oder andere Zutat für die Küche selbst anbauen möchten – ob im Garten, auf dem Acker oder Balkon. Denn wir wollen wissen, woher unser Essen kommt! So präsentieren wir in der dritten Ausgabe 2017 ein Grill Spezial, Kulinarische Städte-Trips, Kräuterschätze, zahlreiche herrliche Rezepte, Rosen zum Essen und Gemüse für den Balkon. Auch ein Extra-Heft darf natürlich nicht fehlen: Dieses Mal erfahren Sie darin alles zum Thema Erdbeeren. Interessiert?