Lokal-Runde: Städte zum Anbeißen | Food & Farm
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Grill Spezial: Alles wird Glut!
28. April 2017
Rosen
Blumenküche: Rosen zum Essen
28. April 2017

Lokal-Runde: Städte zum Anbeißen

eat the world - Stadtfuehrung

Eat-the-world-Touren verbinden Stadtgeschichte mit Einblicken ins gastronomische Leben. So lernen Besucher einen Ort häppchenweise kennen. Wir haben einen kulinarischen Bummel durch Potsdam unternommen.

Sybille Wesenberg ist eine von vier Stadtführerinnen, die bei den Eat-the-world-Touren den Gästen Potsdam zeigen. Das Prinzip ist einfach und bei allen Touren in allen Städten gleich: Innerhalb von drei Stunden wird siebenmal eingekehrt – über das Kulinarische wird die Stadt oder ein Viertel erkundet. Gastronomen kredenzen Leckereien des Hauses in Probiergröße. Das ist immer auch eine gute Gelegenheit, die Eindrücke in geselliger Atmosphäre sacken zu lassen. Heute gibt es eat-the-world in mehr als 30 deutschen Städten, zum Teil mit verschiedenen Routen – allein in Berlin stehen sieben zur Auswahl.

FOOD & FARM ist an einem regnerischen Frühlingssonntag mit Sybille Wesenberg in Potsdam unterwegs. Nicht gerade einfach, bei diesem Wetter die Schönheit ihrer Stadt herauszustellen. Doch weder Gästeführerin noch Teilnehmer lassen sich vom Wetter beeindrucken – vielleicht auch, weil sie wissen, dass bei dieser Tour die Einkehr Teil des Plans ist. Nach dem ersten Teil der eingängigen Stadtführung geht es ins Untergeschoss des Potsdam-Museums. Der gebürtige Potsdamer Robert Busse hat hier im vergangenen Herbst das „Café Central“ eröffnet und er serviert uns Antipasti am Spieß. Nach ein paar Minuten aufwärmen geht es schon wieder weiter. Kulinarisch tut sich viel in Potsdam, wie die Tour zeigt. Gleich mehrere der angesteuerten Stationen sind recht neu im Stadtbild. Bei „Le’s Cyclo“ gibt es vietnamesisches Street Food. Hier, in der Gutenbergstraße, sieht man gut den Wandel der Stadt. Neben sorgsam restaurierten, prächtigen Reihenhäusern bröckeln andere vor sich hin. Dann geht es ins „Café Kieselstein“ im ehemaligen Werner-Alfred-Bad. Für viele Potsdamer ein Weg zurück in der Geschichte.

Und natürlich gibt es keine kulinarische Potsdam-Runde ohne russische Küche! So endet die Tour im „Café à la Russe“. Hier kann man auch den Bogen zum Alten Fritz schlagen, der den Preußen angeblich die Kartoffel näherbrachte. Denn wer nach den vielen kulinarischen Erlebnissen satt ist, der nimmt hier die Knolle abschließend als Wodka zu sich…

Food & Farm ist das Magazin für eine bewusste und genussvolle Lebensweise und wendet sich zudem an Menschen, die die ein oder andere Zutat für die Küche selbst anbauen möchten – ob im Garten, auf dem Acker oder Balkon. Denn wir wollen wissen, woher unser Essen kommt! So präsentieren wir in der dritten Ausgabe 2017 ein Grill Spezial, Kulinarische Städte-Trips, Kräuterschätze, zahlreiche herrliche Rezepte, Rosen zum Essen und Gemüse für den Balkon. Auch ein Extra-Heft darf natürlich nicht fehlen: Dieses Mal erfahren Sie darin alles zum Thema Erdbeeren. Interessiert?