Vom Feld an die Haustür – jetzt liefern die Hofläden aus | Food & Farm
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Vom Feld an die Haustür – jetzt liefern die Hofläden aus

Fragt man Jule Eichblatt und Eva Neugebauer, die zwei 28-jährigen Gründerinnen der Frischepost, als was sie ihr Unternehmen bezeichnen, sind sie sich über eines sofort einig: „Wir sehen uns nicht mehr als Start-up!“ Der Hamburger Online-Lieferdienst läuft jetzt im dritten Jahr, hat 25 Mitarbeiter und ist mit dem Umsatzwachstum sehr zufrie- den, so Eva, die operative Leiterin. Keine Selbstverständlichkeit!

 

Die Konkurrenz ist groß

 

Zwar sind Lebensmittellieferdienste ein Zukunftsthema und ein wachsender Markt, lukrativ ist das Geschäft aber generell noch nicht. Den Großen der Lebensmittelindustrie, wie Rewe Online, Amazon Fresh und Allyouneedfresh (DHL), geht es in erster Linie um eine frühe Positionierung. Frischepost agiert anders – kleiner, spezialisierter, regional: „Wir sind kein typischer Lebensmittelhändler, sondern ein Online-Hofladen.“

 

Morgens noch auf dem Acker, mittags schon an der Haustür

 

Als solcher liefert Frischepost nur beste, frische Produkte direkt vom Erzeuger, ohne Umwege, ohne Lagerung und ohne Lebensmittelabfälle (siehe auch Thema Regionalität „Der einfache Weg zu guten Produkten“, Seite 92). „Wir kaufen nur ein, was unsere Kunden bestellt haben. Dann erst wird geerntet, gemolken, geschlachtet, gebacken. Der Salat, der morgens auf dem Acker geerntet wird, ist noch am selben Tag ausgeliefert. Das ist eine Frische, die es nirgendwo anders gibt!“

 

Nah dran am Vollsortimenter

 

Diese Regionalität macht ihren Erfolg aus: „Wir führen rund 800 Produkte von etwa 100 Produzenten – authentische Lebensmittel, mit Liebe und in Handarbeit hergestellt.“ Das Angebot ist nah dran an einem Vollsortimenter. Bis auf Convenience-Produkte bietet der Onlineshop beinahe alles: saisonales Obst und Gemüse, Milchprodukte, Eier, Backwaren, Fleisch und Fisch, aber auch Nudeln, Tofu, Essig und Öl – ja sogar ausgesuchte Weine!

 
Was die Frischepost unter Regionalität versteht und wie genau die Abläufe funktionieren, steht in der neuen FOOD & FARM 5/17.

 
Text: Stevan Paul

 
Als Service für unsere User haben wir eine Liste mit Hofläden in ganz Deutschland zusammengestellt, die bereits ihre Waren an die Haustüre ihrer Kunden liefern.

 

Hier gehts zur Übersicht

 

Food & Farm

Das Magazin für Selbstversorger und Genießer. Bei uns erfahren Sie alles rund um bewusste Ernährung, wir geben Tipps zum Gemüse- und Obstanbau im eigenen Garten, auf dem Acker oder Balkon und zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Ernte verarbeiten können. Obendrauf gibt’s kreative Rezepte und Anregungen für die eigene Küche. 

Unsere Themen im neuen Heft:

  • Hallo Dickkopf! Kürbisse pflanzen, ernten und einfach köstlich zubereiten
  • Hochgenuss: So haben Sie Pilze noch nie gegessen – drei feine Variationen
  • Prost! Ein Biersommelier nimmt acht Pils-Sorten unter die Lupe
  • Kann ich auch: Feine Nuss-Nougat-Creme ganz einfach selber machen
  • Ran an die Kartoffel: Praktische Tipps zu Ernte und Lagerung
  • Resteküche: Das kann man aus Streuobst zaubern
  • Streitgespräch: Landwirte, warum baut ihr so viel Mais an?
  • Bestes Stück: Schnitzel, Speck, Kotelett – das hat die Sau alles zu bieten