Unentbeerlich: So werden unsere Lieblingsfrüchte geerntet | Food & Farm

Das Magazin
für Genießer
& Freizeit-Farmer!



Hier die aktuelle Ausgabe sichern! →

Das Magazin
für Genießer
& Freizeit-Farmer!



Unsere Angebote für Leser →
_75972841
Die brauen sich was: Frauen am Sudkessel
25. April 2018
Andi_Schweiger_071e_1
Schweiger und der Brokkoli: Liebe auf den zweiten Blick
25. April 2018

Unentbeerlich: So werden unsere Lieblingsfrüchte geerntet

Beeren Blumenstock_Heidelbeeren_HR (21)
Text: Rouven Zietz
Fotos: Vivi D’Angelo

Es ist acht Uhr morgens. Die Ruhe liegt wie ein sanfter Nebelschleier über dem Hof von Familie Blumenstock. Die Sonne gibt zu dieser frühen Stunde schon alles. Eine überdimensionale, lächelnde Plastikerdbeere an der Einfahrt zum Hof spendet Besuchern für einen Moment Schatten. Hausherr Martin Blumenstock ist zu diesem Zeitpunkt bereits seit zwei Stunden mit Handy, Zettel und Stift auf seinen Feldern unterwegs.

Wer was wo erntet – das hat der fünffache Familienvater schon im Morgengrauen festgelegt und seinen Vorarbeitern mitgeteilt. Jetzt sitzt der hochgewachsene Mann wieder in seinem Büro. Der zweite Kaffee des Tages bleibt fast unberührt. Ständig klingelt das Handy: „Okay, so machen wir es. Die fünf Paletten Himbeeren kann der Fahrer heut Abend abholen.“

 

Auf insgesamt 200 Hektar Fläche wachsen Beeren aller Art

 

Der Beerenhof, den er mit seiner Frau Dorothea betreibt, liegt im Landkreis Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg. Insgesamt 200 Hektar Fläche bewirtschaftet die Familie hier rund um ihren Hof. Auch Vater Fritz und Mutter Erika sind mit ihren über 80 Jahren noch täglich im Einsatz und bringen ihre Erfahrung mit ein. Auf 100 Hektar bewirtschaften die Blumenstocks verschiedene Beeren und Früchte, wie Johannisbeeren, Stachelbeeren, Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren und Kirschen. In ihrer Region sind sie fast die Einzigen, die Beeren in dieser Größenordnung anbieten.

„Die meisten Obst- und Beerenanbaugebiete liegen in Deutschland auf rund 200 Metern. Unser Standort befindet sich auf 500 Meter Höhe über dem Meeresspiegel. Dadurch ernten wir zehn bis 14 Tage später, was uns jedoch in der Vermarktung Vorteile bringt“, erklärt der 49-jährige Blumenstock und lächelt.

Mit seinem Minitransporter fährt der Landwirt zum nächsten Erdbeerfeld, das sich zwei Kilometer vom Hof entfernt befindet. Rund 15 der 160 Saisonarbeitskräfte, die zurzeit auf dem Betrieb mit dabei sind, ernten die ersten Erdbeeren in diesem Jahr. Dabei benötigen die Helfer ein hohes Maß an Konzentration, denn Erdbeeren sind bekanntlich empfindlich. Die Früchte werden gepflückt und in zwei Kategorien sortiert.

 

Wo welche Früchtchen landen und warum Martin Blumenstock beim Rundgang auf den Feldern immer eine Lupe dabei hat, erfahren Sie in der neuen FOOD&FARM.