Sri Lanka: Feinster Tee zu besten Bedingungen | FOOD & FARM

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25. Oktober 2018

Sri Lanka: Feinster Tee zu besten Bedingungen

Frühmorgens in der Provinz Uva, im Süden Sri Lankas. Über den Bergspitzen geht die Sonne auf. Die Wolken zwischen den zerklüfteten Hängen leuchten in zartem Rosa. Noch ist es angenehm kühl.

Nebel wabert über die Teeplantage von Little Smile Organic. Hier in 800 Metern Höhe, unweit der berühmten Diyaluma-Wasserfälle und dem bekannten Horton-Plains-Nationalpark, herrschen beste Bedingungen für den Anbau der jahrtausendealten Kulturpflanze. Nachts ist es kalt. Am Tag heiß und feucht. Die Böden sind sehr fruchtbar.

 

Ceylon-Tee hat einen ganz besonderen Geschmack

 

Früher hieß Sri Lanka Ceylon. Im 19. Jahrhundert begannen die britischen Kolonialherren auf der Insel im Indischen Ozean mit dem Anbau von Tee. Dafür nutzen sie ehemalige Kaffeeplantagen, deren gesamten Bestand eine Pilzinfektion vernichtet hatte. Ceylon wurde zum Namensgeber einer feinen Teesorte. Heute ist die Inselregion rund um den Pilgerberg Adam’s Peak eines der größten Tee- anbaugebiete der Welt.

Ceylon-Tee schmeckt vollmundig und frisch, mit einer leichten Fruchtnote. Die edelsten Sorten stammen aus dem Hochland. So wie die der Farm Little Smile Organic, die im Gegensatz zu vielen anderen Produzenten auf kleinteiligen, naturnahen Anbau anstatt auf große Monokulturen setzt.

Die Teeplantage liegt mitten im Dschungel. Aus dem dichten Wald ist das Singen, Gackern und Schnattern exotischer Vögel zu hören. Affen kreischen. An einigen Bäumen ist die Rinde abgewetzt, weil wilde Elefanten sich an ihren Stämmen gekratzt haben. Zwischen und neben den Teepflanzen wachsen und duften Nelken, Kardamom, Zimt und Pfeffer.

 

Sozialprojekt: Tee-Verkauf ohne Zwischenhandel

 

Manuel Kreitmeir erkannte Tee, das Hauptexportgut Sri Lankas, als Hebel für soziale Veränderung. Mit dem Eliya Tea Project gründete er ein Social Start-up, das Teeerzeugern eine Plattform bietet, ihre Tees ohne Zwischenhandel zu verkaufen, damit mehr von der Wertschöpfung im Herkunftsland verbleibt. Im Moment bietet das Projekt sechs Sorten, von verschiedenen Schwarztees über einen zartherben Grüntee bis hin zu den mild-fruchtigen, leicht süßlichen Silver Tips, die aus pelzigen, noch ganz jungen Blütenknospen bestehen.Von jeder verkauften Packung gehen 50 Cent an das Kinderdorf.

 

Was beim Tee-Anbau zu beachten ist, wie die Ernte im Einzelnen funktioniert sowie alles zum Eliya Tea Projekt gibt es in der neuen FOOD & FARM. Dazu: Jede Menge großartige Fotos aus Sri Lanka.