Der Safran-Schwabe | FOOD & FARM

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Der Safran-Schwabe

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Reihenweise blaue Krokusblüten und das in der dunklen Jahreszeit, mitten auf der Schwäbischen Alb!

Wenn Touristen beim Wandern zufällig das Blütenfeld am Rand der Gemeinde Sonnenbühl entdecken, sind sie ziemlich verblüfft.

Ortsansässige hingegen wissen längst Bescheid: Ja, hier bei uns blühen die späten Krokusse, eine seltene und sehr kostbare Sorte – Crocus sativus, zu Deutsch: Safran.

Seit 2015 wächst das ursprünglich in Asien beheimatete Edelgewürz am ungewöhnlichen Ort. Und natürlich gibt es einen, der dafür verantwortlich ist: Frank-Peter Bahnmüller arbeitet im Hauptberuf als Teamleiter in der Agentur für Arbeit und hegt privat ein großes Faible für feine Kost und exotische Gewürze. Deshalb probiert er gern mal was aus, am heimischen Herd – und eben auch als Safranbauer auf dem Feld. Doch wie kommt ein waschechter Schwabe auf Safran?

„Die Idee entstand nach einem Besuch im Gewürzmuseum in Hamburg. Dort gab es eine Dokumentation über das ,rote Gold‘, das hat mich total fasziniert“, erzählt der 57-Jährige. Also habe er sich in die Materie vertieft, wollte alles erfahren über das teuerste Gewürz der Welt, fand Kontakt zu einer Handvoll „Safranpioniere“, die es in Deutschland und Österreich seit ein paar Jahren gibt.

„Wir liegen hier auf fast 800 Meter Höhe, haben oft strenge Winter mit heftigen Temperaturschwankungen, das größte Risiko beim Anbau“, schildert er seine damaligen Bedenken. Aber einen Versuch war es ihm trotzdem wert (…)