Mein Bio-Balkon | FOOD & FARM

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Mein Bio-Balkon

Gärtnern kann man auf kleinstem Raum. Selbst auf der Fensterbank.

Mein Naschbalkon zentral in Berlin im 6. Stock ermöglicht meinem Sohn und mir wunderbare Geschmackserlebnisse von selbst angebautem erntefrischem Obst, Gemüse und essbaren Wildpflanzen (siehe auch unser beiliegendes Extra-Heft „Wildkräuter“).

Mein lang gestreckter Naschbalkon umfasst fünf Quadratmeter, mein Erholungsbalkon vier. Gesunde unbelastete Früchte, Gemüse und Kräuter sind mir wichtiger als hoher Ertrag.

Am liebsten mag mein zehnjähriger Junggärtner etwas zum Abnaschen: Äpfel vom Säulenobst, die uns den ganzen Sommer vor unserer gemütlichen Sitzecke angelacht haben, Himbeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren, Jostabeeren, Taybeeren, Kamtschatkabeeren, Brombeeren. Söhnchen lernt nebenbei, wie Radieschen, Tomaten, Grünkohl, Hokkaidokürbis, Kartoffeln, Glockenpaprika, Mangold und Erbsen wachsen. Frische Salate aus Rucola, Feldsalat und Asia-Salaten findet er super. Dazu Kräuter in großer Vielfalt.

Als urbane Biogärtnerin orientiere  ich mich an den natürlichen Abläufen und Zusammenhängen. Im Frühling wird die Erde nicht wie sonst üblich komplett ausgetauscht, sondern aufgepeppt mit Wurmhumus. Denn unser Bioabfall wandert in eine Wurmkiste. 1000 Regenwürmer verwandeln ihn in wertvollen Humus, direkt in der Küche. Dazu setze ich pflanzenstärkende Kräuterjauchen an, zum Beispiel aus Brennnesseln, gieße mit Effektiven Mikroorganismen und mulche in Kästen und Kübeln. Aufgrund großer Pflanzgefäße, Mischkultur und optimaler Standortauswahl treten kaum Schädlinge beziehungsweise Krankheiten auf. Ich achte auf Saatgut und Pflanzen aus biologischem Anbau (…)