Zu Besuch auf dem Erdbeerhof im Schwarzwald | FOOD & FARM

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Zu Besuch auf dem Erdbeerhof im Schwarzwald

Text: Frauke Döhring

Wenn Martin Ziegler „Qualitätskontrolle“ sagt, beginnen seine Augen zu leuchten. Das mag Leuten, die damit strenge Vorschriften und technische Abläufe assoziieren, absurd vorkommen – für Martin Ziegler aber verheißt das Wort das pure Vergnügen! Es ist für ihn der Moment, in dem er eine duftende, pralle, knallrote Erdbeere vom Strauch pflücken, sich in den Mund schieben und auf der Zunge zergehen lassen kann. Oh, diese Aromen, die Frische, die Süße, wenn er nur dran denkt, kommt er ins Schwärmen. Und da er als Obstbauer direkt an der Quelle des Glücks sitzt, versteht es sich von selbst, dass er die Geschmacksprobe möglichst oft wiederholt.

Buntes Obst und Gemüse auf 14 Hektar

Zu Besuch in Lautenbach im Renchtal am Fuße des Schwarzwalds nahe der Elsass-Metropole Straßburg, eine der fruchtbarsten Regionen in Deutschland. Hier betreiben Martin Ziegler (49) und seine Frau Angelika (48) ihren Hof. Auf 14 Hektar erzeugen sie vielerlei Gemüse – Zucchini, Paprika, Gurken, Tomaten, Kürbis, Salate – und Obst: Äpfel, Birnen, Erdbeeren, Kirschen, Zwetschgen, Melonen. Alles gibt es erntefrisch im Hofladen, dazu selbst gemachte Konfitüren, eingelegte Leckereien, Apfelmost. „Wir setzen Nützlinge ein, können so fast völlig auf Pflanzenschutzmittel verzichten, gut für den Boden, die Früchte, die Artenvielfalt“, erklärt Ziegler.

Das wichtigste Produkt, das schon ab April seinen Tag bestimmt, sind die Erdbeeren. 25 Tonnen ernten sie pro Saison. Es beginnt mit Frühsorten wie ‘Clery’, geht mit leicht säuerlichen Sommersorten weiter und endet Anfang Oktober mit den süßen Herbstsorten wie ‘Murano’. „Eigentlich wären es mehr als 25 Tonnen, aber – die Qualitätskontrolle!“, sagt Ziegler und muss laut über sich selbst lachen.

Erdbeeren im Freiland und im Gewächshaus

Er ist Obstbauer mit Leib und Seele, dass dazu viel Arbeit gehört, nimmt er gern in Kauf. In der Saison sind Ziegler und seine Helferinnen ab sieben Uhr früh beim Pflücken im Freiland oder in den Gewächshaustunneln, in denen es herrlich duftet. „Die Tunnel haben wir auf 15 Prozent der Gesamtfläche, sie sind unsere Versicherung gegen Frost, Sturm und Hagel“, sagt Ziegler.

 

Wie die Ernte genau funktioniert, welche Sorten es gibt und was Sie schließlich aus den süßen Roten alles machen können, erfahren Sie in der FOOD&FARM Mai/Juni 2019.