Die Chutney-Königin | FOOD & FARM

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Die Chutney-Königin

Es lohnt sich, mit offenen Augen über regionale Märkte zu bummeln. Wie über den in Holzminden, wo man an einem kleinen Stand die Chutneys von Mareille Willmann probieren kann.

Autor: Ralf Scholze

„Es war einmal“, so beginnen viele Geschichten an der Märchenstraße links und rechts der Weser. So auch in dem kleinen Dorf Polle, direkt am Weserufer gelegen, Heimat von Aschenputtel und einer Gierfähre, die beide Weserufer mit einander verbindet, und Heimat von Mareille Willmann, die hier im Dorfladen ihrer Mutter aufwuchs – in einem kleinen Dorf, wo jeder jeden kannte und alles über jeden wusste. Regionalität im wahrsten Sinne des Wortes.

Aus dem kleinen Mädchen wurde eine ehrgeizige junge Frau, die im benachbarten Holzminden nach der Schule beim Duft- und Aromaproduzenten Symrise ihren Weg als Einzelhandelskauffrau begann und nach einiger Zeit ihren Arbeitgeber auf Messen in Frankfurt, Nürnberg oder Dubai vertrat und so die große weite Welt kennenlernte, bis … ja, bis eine Schulfreundin von ihrem Studium aus Schottland zurückkehrte und von den Chutneys auf der Insel schwärmte.

Kulinarisches Experimentierlabor

Im Internet entdeckte die Eventmanagerin die ersten Chutney-Rezepte, die daheim in ihrer Küche sofort nachgekocht wurden und anschließend sofort durchfielen. Pappsüße Gemüsemarmelade, das konnte es wirklich nicht sein. Aus der eigenen Küche wurde bald ein kulinarisches Experimentierlabor. Dort wurde probiert und getüftelt. Hier flossen literweise Tränen, denn Basis für Mareilles Chutneys sind heimische Zwiebeln, handgeschält und mit dem Messer in kleine Würfel geschnitten, bissfest gekocht, mit Essig und Öl, Tomaten, Curry und Ingwer, Rotwein und Rosmarin, Craftbier und Aprikose verfeinert.

Regionale Zutaten

Heraus kamen bisher vier völlig verschiedene Chutneys, und die Zutaten stammen alle aus der Region, wie die Essige und Öle von der Ölmühle Solling und das Craftbier von der Allersheimer Brauerei, aus einer Region, wo man einander kennt, und das hat so seine Vorteile.

(…)

Chutney 0077_heller

Foto: FOOD&FARM

 

Aprikosen-Zwiebel-Chutney

FÜR 3 GLÄSER À 250 G ZUBEREITUNGSZEIT 20 MIN.

1 kg Aprikosen kurz mit kochendem Wasser überbrühen, häuten, halbieren und entsteinen. Die Aprikosen vierteln, . davon klein schneiden. 30 g Ingwer und 2 Zwiebeln schälen und beides fein hacken. In einem Topf 1EL Kokosöl erhitzen, Ingwer und Zwiebeln darin hell anschwitzen, dann die Aprikosen zufügen. 2–3 EL Orangensaft beiseitestellen. Den übrigen Orangensaft (insg. 150 ml) mit 150 ml Obstessig, 100g braunem Zucker und Gewürzen (Pfe.er, 1 TL Chilipulver) zu den Aprikosen geben und alles unter Rühren langsam erhitzen. Alles bei mittlerer Hitze ca..35.Min. garen. 1EL Pektin mit dem restlichen Orangensaft vermischen, unterrühren und noch ca..5.Min. mitkochen. Das Chutney in saubere, heiß ausgespülte Gläser füllen, verschließen und auskühlen lassen.

 

Mehr zu Mareille Willmann und ihren feinen Chutneys sowie weitere kreative Rezepte von ihr finden Sie in der aktuellen FOOD&FARM – ab sofort am Kiosk oder online im Shop