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Frisch gepflückt: Endlich Beerenzeit

Wer möchte, kann sich heutzutage von Mai bis Oktober mit frischen Beeren selbst versorgen. Einmal gep.anzt liefern die Sträucher viele Jahre lang Früchte.

Autorin: Ulrike Schäfner

Gibt es etwas Schöneres, als im Sommer durch den Garten zu streifen, hier eine Himbeere in den Mund zu stecken, dort eine Stachelbeere zu probieren und die Kinder nach Herzenslust Erdbeeren essen zu lassen– ungewaschen, versteht sich, man weiß ja, die Früchte sind ungespritzt? Oder im Sommer, wenn man spontan Lust auf einen fruchtigen Sonntagskuchen hat, kurz vor die Türe zu gehen und die Beeren rasch von den eigenen Sträuchern im Garten zu pflücken?

Wer sich übers Jahr mit Früchten aus eigenem Anbau versorgen möchte, der braucht noch nicht mal eine große Fläche und muss auch nicht ständig vor Ort sein, um Unkraut zu zupfen, zu hacken oder zu gießen. Beerenobst wächst nämlich an Sträuchern, Stauden und Spaliergehölzen, und die gedeihen selbst im kleinen Garten. Sie lassen sich sogar harmonisch in die Gestaltung einfügen, sei es als niedrige Obst hecke, als Spalier oder als schlichte Topfpflanze auf der Terrasse.

Lange Erntesaison

Erdbeeren, Johannisbeeren oder anderes Beerenobst benötigt deutlich weniger Platz als ein Apfelbaum, der Ertrag ist obendrein sehr hoch in Vergleich zur bescheidenen Fläche, die es beansprucht. Zudem ist es robust, die meisten Sorten sind gut an unser Klima angepasst und tragen zuverlässig, selbst ohne großen Zeit- und Pflegeaufwand. Das Beerenobst-Sortiment heutzutage steht an Vielfalt dem von Baumobst in nichts nach. Dank der Maibeere, auch unter dem Namen Sibirische Blaubeere im Handel, beginnt die Erntesaison schon im Frühjahr, gefolgt von den Erdbeeren und wenig später von den ersten Himbeeren. Die gehen dank spät reifender Sorten mittlerweile bis zum ersten Frost in die Verlängerung.

Tayberrys

Foto: Adobe Stock

Ab Juni bis in den Herbst hinein können wir uns also durch den Beerengarten schlemmen, und für Kuchen, Desserts oder Marmelade fällt immer noch genug ab. Wenn die Zweige sich unter der Last der Früchte biegen und die Ernte viel größer ausfällt, als man frisch essen oder verarbeiten kann, leistet eine Tiefkühltruhe gute Dienste. Innerhalb kurzer Zeit ist die Erntefülle dort verstaut und die Küche aufgeräumt. Wenn die Früchte nach dem Auftauen  im Dampfentsafter landen, muss man vor dem Einfrieren die Beeren noch nicht mal von den Stielen zupfen.

Aufgetaut sind sie außerdem so weich, dass man sie, ohne sie vorher aufzukochen, durch ein Sieb passieren und anschließend gleich verarbeiten kann. Sie in der Kühltruhe zwischenzulagern ist übrigens keine Verlegenheitslösung, sondern die Früchte behalten im Kälteschlaf weitgehend ihr Aroma, ihre Vitamine und ihre Farbe. Die Marmelade und das Gelee schmecken deshalb so, als hätte man frisch gepflückte Beeren aus dem Garten verarbeitet.

 

Mehr über die Ernte und Verarbeitung einzelner Beerensorten sowie einen Beerenkalender finden Sie in der aktuellen FOOD&FARM – ab sofort am Kiosk oder online im Shop.