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Letzte Runde im Garten – To do’s vor dem Winter

Text: Agnes Prus

Noch lässt er sich Zeit, der Winter. Aber keine Bange, die erste frostige Nacht kommt bestimmt! Nutzen Sie die letzten milden Tage des Jahres und treffen Sie sinnvolle Vorkehrungen im Garten. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, welche pflegenden Tätigkeiten jetzt besonders wichtig sind, damit Sie in der nächsten Garten-Saison gleich voll durchstarten können.

Beete versorgen

Werfen Sie einen prüfenden Blick auf Ihre Beete, denn nun ist Aufräumen angesagt: Entsorgen Sie unbedingt Kohlstrünke, sonst droht der Befall mit der Pflanzenkrankheit Kohlhernie; intakte Kohlköpfe hingegen dürfen bleiben. Auch Spargelkraut wird jetzt entfernt. Lassen Sie Wurzeln von späten Buschbohnen und von Spinat ruhig im Beet, sie sind gefundenes Fressen für kleine Lebewesen im Boden. Verrottete Reste werden zu feinkrümeliger Erde.

Lauch und Schwarzwurzeln bleiben auch bei Frost unbeschadet und können nach Bedarf geerntet werden. Auch kältefeste Möhren und Wurzelpetersilie können im Beet bleiben, schneiden Sie aber das Grün ab. Das Wurzelgemüse ist jetzt über eine Mulchschicht aus Stroh, vermischt mit Reifkompost, dankbar. Außerdem bleibt so der Boden selbst bei anhaltendem Frost offen und Sie können konstant ernten.

Garten f¸r den Winter vorbereiten: Gartenger‰te f¸r die anstehende Arbeit und sp‰tere Reinigung zusammenstellen

Foto: Flora-Press

Späte Himbeer-Sorten tragen an den einjährigen Ruten Früchte. Damit im nächsten Frühjahr neue Ruten treiben können, werden nun nach Ernteschluss sämtliche Triebe komplett entfernt. Das reduziert auch die Gefahr der Rutenkrankheit. Auch an Holundersträuchern dürfen Sie tätig werden: Entfernen Sie im Herbst abgeerntete Äste und lassen Sie pro Strauch zehn junge Ruten stehen. Die diesjährigen Triebe werden es Ihnen im nächsten Jahr mit besonders großen Fruchtdolden danken.

Haben Sie noch Lust auf ein größeres Projekt? Der Herbst ist die beste Jahreszeit, um winterharte Obstbäume wie Aprikose oder Apfel zu pflanzen. Voraussetzung ist allerdings frostfreies Wetter und ein nicht gefrorener Boden.

Boden vorbereiten

So eine Gartensaison kann den Boden im Nutzgarten ganz schön auslaugen. Helfen Sie leeren Beeten mit einer Gründüngung auf die Sprünge! Sie versorgt die Erde mit neuen Nährstoffen und die Wurzeln lockern den Boden auf. Dadurch wird die Erde durchlüftet – und das ermöglicht, dass Regenwasser abläuft und hilfreiche Kleinstlebewesen Zugang finden. Zwar müssen die meisten Gründünger-Sorten spätestens im Oktober ausgesät werden, aber Dinkel und Winterroggen schaffen es auch im November noch.

Compost bins in a kitchen garden

Foto: Flora-Press

Jetzt, im Spätherbst, ist der ideale Zeitpunkt, um Kompost auf den leeren Beeten zu verteilen. Frost verfeinert seine Struktur und tötet schädliche Parasiten ab. Die Nährstoffe stehen dem Boden auf diese Weise im Frühjahr ohne große Vorarbeit zur Verfügung und das Beet ist bereit, wenn Sie voller Vorfreude mit dem Saattütchen parat stehen.

Ist Ihr Kompost noch nicht so weit?

Um den Verrottungsprozess von halbfertigem Kompost bei kühlen Temperaturen noch einmal anzukurbeln, sollten Sie ihn jetzt umsetzen. Isolieren Sie die Seiten des Kompostbehälters mit Schilfmatten gegen Kälte. Decken Sie ihn mit Stroh und einem Stück Folie ab (diese darf keinen direkten Kontakt mit dem Kompost haben), denn Nässe und Kälte können den Reifeprozess empfindlich stören.

Wer noch gar keinen Komposthaufen hat, kann den Spätherbst für das Anlegen nutzen. Mit Rasen- und Baumschnitt, Zweigen, Ästen, Stauden- oder Küchenresten fallen ausreichend Gartenabfälle dafür an, die sonst anderweitig entsorgt werden müssten. Es lohnt sich: Kompost ist das Gold des Gärtners!

Viele weitere Tipps zu den Themen „Pflanzen schützen“, „Tiere versorgen“ und „Zubehör einwintern“ finden Sie in der aktuellen Ausgabe von Food&Farm.