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Erholungsurlaub auf dem Bauernhof – wir waren vor Ort

Text: Susanne Wächter

Schon der Anblick ist Erholung pur. Auf einer kleinen Anhöhe unweit des Forggensees, umgeben von saftigen Wiesen, liegt der Salenberghof von Stefan und Stefanie Boos. Dort, zwischen den Allgäuer und Tiroler Alpen, ist die Welt noch in Ordnung, so scheint es.

Kühe grasen auf den Wiesen, ein paar Schafe laufen umher. In der Ferne hört man das Motorengeräusch eines Treckers. Auf dem Salenberghof ist es ein bisschen wie im Bilderbuch – nur schöner, weil greifbar. Hier kann jeder Gast teilhaben, frische Landluft schnuppern und sogar hier und da mit anpacken. Vor fünf Jahren haben Stefan und seine Frau Stefanie den Hof von seinen Eltern übernommen. Und die Eltern packen auch heute noch kräftig mit an.

„Eigentlich ist das Urlauben bei uns auf dem Hof noch viel älter. Denn schon meine Großeltern haben Gäste hier beherbergt“, erzählt Stefan Boos, der sich auf die Aufzucht von Bio-Rindern spezialisiert hat. Im Winter steht das Vieh mit reichlich Auslauf im Stall, von Frühjahr bis Herbst auf den umliegenden Weiden. Boos ist das Wohl seiner Tiere sehr wichtig, eine artgerechte Haltung versteht sich für ihn von selbst. „All unsere Tiere haben auch Namen“, sagt seine Frau Stefanie und zeigt auf die drei Bergschafe Klara, Heidi und Harald. Auch die Kühe und Bullen sowie Kälbchen haben Namen erhalten.

Der Bauernhof wird zum Urlaubsort

Der Salenberghof ist ein „mittelgroßer“ Landwirtschaftsbetrieb. „Mit 100 Prozent Grünland. Ackerbau haben wir hier nicht, dafür liegen wir mit unseren knapp über 800 Metern einfach zu hoch“, erklärt Stefan Boos. Dass Urlaub auf dem Bauernhof ein immer wichtigerer Betriebszweig wird, liegt auch an der großen Nachfrage. 1998 gründete er das Portal bauernhofurlaub.de. „ Damals haben wir mit 20 Höfen begonnen, heute sind es über 1700 Betriebe, die Ferienwohnungen im Angebot haben“, sagt Boos stolz.

Das Besondere an bauernhofurlaub.de ist, dass ausschließlich Höfe mit aktiver Landwirtschaft aufgenommen werden. Bei jeder Neuanmeldung findet eine Qualitätsprüfung statt. „Es werden durchaus auch Betriebe abgelehnt, die Gastgeber werden wollen“, sagt Boos.

Das seien dann unter anderen Höfe, die keine aktive Landwirtschaft mehr betreiben. Wer als Gast während seines Urlaubs mitarbeiten möchte, kann gezielt auf dem Portal danach suchen. „Höfe, die das anbieten, haben wir mit ‚Bauernhof Plus‘ gekennzeichnet.“

Auf Tuchfühlung mit Tieren

Oft sind es die eher kleinen Betriebe, die auch Gäste aufnehmen. Hier kann man den Bauern am besten über die Schulter schauen, ihnen je nach Saison sogar unter die Arme greifen und so das Landleben hautnah erleben. Und was immer geht, ist eine Treckerfahrt“, sagt Stefan Boos. Zum Beispiel, wenn die Wiesen gemäht oder das Heu zusammengefahren wird. Irgendeine Arbeit fällt immer an. Auf Tuchfühlung mit den Tieren zu gehen ist immer möglich. Wer etwa im Frühjahr auf dem Salenberghof Urlaub macht, kann beim Almauftrieb helfen.

Dann gilt es, das Vieh auf die umliegenden Weiden zu leiten. Oder im Herbst, wenn die Tiere zurück in die Ställe kommen, sagt Stefan Boos nicht Nein, wenn Gäste dabei helfen wollen. Grundsätzlich sei eine Mithilfe immer möglich, wenn es sich bei den täglichen Arbeiten gerade ergebe. „Je nach Jahreszeit hängt das immer auch sehr von Erntezeiten sowie dem Wetter ab.“

 

Was Sie bei einem Urlaub auf dem Bauernhof noch erleben können und wie Sie diesen am besten planen, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von FOOD & FARM –  inklusive Geheimtipps und Adressen.