Saubere Sache: Reinigungsmittel selber machen | FOOD & FARM

Das Magazin
für Genießer
& Freizeit-Farmer!


Hier die aktuelle Ausgabe sichern! →

Ihre Meinung ist gefragt!

Jetzt an Umfrage teilnehmen! →
Regionale Küche: Bester Genuss aus Hessen
10. März 2020
Jetzt den Frühling pflanzen! Frühblüher für Balkon und Garten
11. März 2020

Saubere Sache: Reinigungsmittel selber machen

Text: Agnes Prus

Fenster wollen poliert und schlummernde Eckchen gewischt werden. Auch der Backofen bittet um eine Auffrischung, und letztlich soll frischer Aprilduft durch die lichtdurchfluteten Räume strömen: Die Frühlingssonne bringt so einiges an den Tag, was die trüben Winterstunden verborgen gehalten haben. Also, Ärmel hoch und los geht’s!

Um die Wohnung auf Hochglanz zu bringen, muss man nicht gleich mit einem Einkaufskorb von Spezialmitteln anrücken. Es gibt sanftere Wege und verlässliche Helfer natürlichen Ursprungs, die beim Frühjahrsputz gute Dienste leisten. Dadurch sparen Sie nicht nur Kosten und Plastikmüll.

Der Verzicht auf Chemikalien kommt auch der Gesundheit zugute, denn einige Inhaltsstoffe können Allergien oder Hautreizungen auslösen, und das Einatmen der Dämpfe kann ebenfalls belastend sein.

Die fünf grundlegenden Helfer der Putz-Mission sind Zitronensäure, Natron, Essig, Waschsoda und Kernseife. Wer zusätzlich ätherische Öle einsetzt, sorgt nicht nur für schönen Duft: Einige Sorten haben auch desinfizierende Wirkung.

Zitronensäure

Die sonnengelbe Frucht ist eine hervorragende Kalklöserin, hat antibakterielle Eigenschaften und punktet mit frischem, stimmungsaufhellendem Duft. Genau richtig also, um winterliche (Be-)Trübungen zu vertreiben. Verwenden Sie den Saft oder Zitronensäure in Pulverform.

Ausgepresste Zitronenstücke nicht gleich wegwerfen, mit ihnen lassen sich Waschbecken auswischen und Keime verscheuchen. In Kombination mit grobem Salz kann man Holzbrettern eine Frischekur gönnen: Etwas Salz auf das Brett streuen und mit der Schnittseite einer halben Zitrone abreiben.

Natron

Das basische Pulver ist vielleicht schon in Ihrer Küche vorhanden, denn es wird oft in Backrezepten verwendet. Kommt es öfter zum Einsatz, lohnt sich eine Großpackung. Setzen Sie es im Haushalt immer da ein, wo Gerüche absorbiert werden sollen, etwa auf Teppichen.

Dafür wird es zu gleichen Teilen mit Speisestärke vermischt, auf dem Teppich verteilt und mit Essigwasser besprüht. Nach dem Trocknen einfach absaugen, fertig. Zusammen mit Salz ergibt Natron einen wirkungsvollen Backofenreiniger: Dafür einen Teil Salz mit drei Teilen Natron und Wasser zu einer Paste vermischen. Im Backofen verstreichen, über Nacht einwirken lassen und mit heißem Wasser nachwischen.

Essig

Genauso streng wie er riecht, geht er auch mit Keimen, Schimmel, Kalk, Fett und Rost um. Sein Säuregehalt schafft für viele Mikroorganismen eine unwirtliche Umgebung. Verdünnt mit Wasser ist er genau das Richtige, um dem Kühlschrank und dem Bad eine Abreibung zu verpassen.

Einfach 100ml Branntweinessig mit 1EL Natron und 400ml warmem Wasser in einer Sprühflasche mischen. Badezimmerfliesen damit einsprühen, 15 Minuten einwirken lassen und abspülen. Im Kühlschrank ist keine Wartezeit erforderlich.

Auch beim Fensterputzen leistet er gute Dienste: Dafür 125 ml Branntweinessig mit dem Saft einer halben Zitrone, 1 EL Speisestärke und 125 ml Wasser in einer Sprühflasche vermischen. Die Fenster damit besprühen und mit einer zerknüllten Zeitung nachpolieren. Wer nicht möchte, dass die Wohnung nach Essig riecht, kann mit ätherischen Ölen den Duft überdecken oder Zitrusschalen und Kräuter in dem Essig einlegen, um ihn zu aromatisieren.

 

Wie Kernseife, Waschsoda und ätherische Öle wirken und wo Interessierte zu diesem Thema wunderbar weiterlesen können, verraten wir in der aktuellen FOOD&FARM.