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Jetzt den Frühling pflanzen! Frühblüher für Balkon und Garten

Text: Christian Stede

Auf dem Parkplatz von „Pflanzenhof Nissen“ am Stadtrand von Wuppertal herrscht gähnende Leere. Die Beete sehen verödet aus. „Haben Sie geschlossen?“, frage ich den ersten Menschen, der mir auf dem Gelände entgegenkommt. „Nein“, antwortet Gärtnermeister Uli Salzberg lachend, „wir schließen um 17 Uhr.“ Bei einem Rundgang über das Gelände und durch das Gewächshaus gesteht er mir allerdings, dass ich nicht der Erste gewesen bin, der ihn das gefragt hat.

Ich bin hierher gefahren, weil ich von einem Experten wissen möchte: Mit welchen Pflanzen kann man Garten und Balkon jetzt verschönern und gleichzeitig Insekten sowie anderen Tieren einen nützlichen Tummelplatz bieten? Und vielleicht lassen sich dabei auch noch Nutzpflanzen wie Kräuter, Obst und Gemüse ziehen.

Am besten hoch hinaus

Wer nicht lange auf die erste Blütenpracht warten möchte, für den sind frühblühende Gehölze die allererste Wahl. Dabei sollte man aber unbedingt darauf achten, dass diese dem Hobbygärtner auch schnell im wahrsten Sinne des Wortes über den Kopf wachsen können. Oft sind kleine Zettel an den Pflanzen angebracht, die über die zu erwartende Höhe Aufschluss geben. Darauf darf man sich allerdings nicht immer verlassen. Fragen Sie im Zweifelsfall besser das Verkaufspersonal vor Ort, um keine böse Überraschung zu erleben.

Wer zum ersten Mal Pflanzen in seinen Garten setzt, muss vorher überlegen, welcher Bereich wie viel Sonnenlicht abbekommt, und seine Auswahl darauf abstimmen. Genauso ist der Wasserbedarf der Pflanzen ein Thema: Wer öfter für mehrere Tage außer Haus ist, sollte eher zu weniger pflegebedürftigen Gewächsen greifen. Bei ambitionierten Hobby gärtnern ist eine eigene Bewässerungsanlage daher keine Seltenheit. „Ein Fehler, der Unerfahrenen oft passiert, ist allerdings eher, dass sie die Pflanze zu ausgiebig wässern“, erläutert Gärtnermeister Salzberg.

Die richtigen Pflanzen für den Frühling

In vielen Gärten ein Klassiker unter den Frühblühern: der Schneeball, der seinen Namen von der kugelrunden, meist weißen Blüte hat, die auch einen sehr charakteristischen Duft verströmt. Die wilden Sorten wie Opulus und Lantana wachsen mitunter recht stark. Wer das nicht möchte, sollte daher eine niederwüchsige Sorte wählen. Der Schneeball mag halbschattige Plätze, daher ist ein Standort mitten in der Sonne eher ungeeignet. Die Blüte setzt bei den frühen Sorten bereits im März ein und hält sich bei einem milden Jahresauftakt bis Ende April/Anfang Mai.

Sonnige Plätze mögen robuste Zierquitten, die von der Größe her überschaubar bleiben und ihre Blütenpracht im Herbst noch einmal sehr ansehnlich verfärben. „Die Zierquitte ist ein toller Strauch, den es in unterschiedlichen Farben wie Weiß, Rosé, Orange oder Rot gibt“, schwärmt der Experte. Gefüllte Sorten blühen noch stärker, allerdings dann zum Leidwesen der Insekten, die in den Blüten keinen Pollen oder Nektar finden. Es gibt sie auch in niederwüchsiger Form. Für den Rückschnitt wichtig zu wissen ist, dass die Zierquitte an mehrjährigem Holz wächst. Die ersten Früchte trägt sie im Spätsommer/Anfang Herbst.

 

Was passiert, wenn nach der ersten Blüte der Nachfrost noch einmal zurückkommt? Das beantworten wir in der aktuellen Ausgabe von FOOD&FARM. Außerdem: Die neuesten Urban-Gardening-Trends sowie interessante alte Obstsorten für Ihren Garten.