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Der Schwarzwald – die Natur des Genießens

Germany , Black Forest, Baden-Württemberg, Mont Feldberg

Germany , Black Forest, Baden-Württemberg, Mont Feldberg

Autorin: Agnes Prus

Idyllische Berge und Hügel, kristallklare Bäche und fischreiche Seen. Und natürlich der namensgebende uralte Wald: Der Schwarzwald ist zu Recht eines der beliebtesten Wander- und Reiseziele. Das größte Mittelgebirge Deutschlands reicht etwa von Karlsruhe bis nach Lörrach, der Rhein begrenzt es im Westen und der Oberlauf des Neckars im Osten. So verfügt der Schwarzwald über äußerst unterschiedliche Naturlandschaften: Im Norden finden wir lang gezogene Waldberge, während der mittlere Schwarzwald von breiten Wiesentälern durchzogen wird. Der Süden hingegen lädt mit seinen baumfreien Bergen zu Wanderungen ein und geht über in die fruchtbare Rheinebene im Westen der Region.

Doch nicht nur Naturliebhaber und Wanderer zieht es in diesen reizvollen Landstrich. Weit über seine Grenzen hinaus kennt man den Schwarzwald als „sternereiches“ Gourmet-Paradies. Dieses Jahr wurden hier 26 Restaurants mit den begehrten Auszeichnungen versehen. Wenn das mal kein leuchtendes Zeichen für Freude am Genießen ist!

Beste Einflüsse aus Nachbars Küche

Die Einflüsse aus der feinen badischen oder der deftigen württembergischen Küche formten mit der Zeit die Schwarzwaldküche so nachhaltig wie die Nachbarschaft zum Elsass, zu Österreich und der Schweiz. So wundert es nicht, dass auf den regionalen Speisekarten neben Schwarzwälder Klassikern auch badischer Zwiebelkuchen, schwäbische Maultaschen, Elsässer Flammkuchen, Käsespätzle mit Schweizer Bergkäse oder auch die in Österreich beheimateten Dampfnudeln stehen.

Getragen werden alle Speisen immer von den guten Rohprodukten, die in diesem Landstrich gedeihen: Obst und Gemüse aus den Schwarzwälder Seitentälern und aus der Rheinebene, frischer Fisch aus den zahlreichen Seen und Bächen – allen voran die herrliche Schwarzwaldforelle –, Pilze, Wild und Beeren aus den Bergwäldern.

Feinste Spezialitäten haben bäuerlichen Ursprung

Wie wir nach einigen Stationen unserer Schlemmerreise durch die deutsche Küche wissen, haben viele regionale Spezialitäten durchaus bescheidene, oftmals bäuerliche Ursprünge. Die Schwarzwaldküche, so ausgefeilt die Gerichte in den preisgekrönten Restaurants auch sind, ist da keine Ausnahme.

Vor etwa 1.000 Jahren, also lange bevor die Schwarzwälder Küche durch die nationalen und internationalen Einflüsse geprägt wurde, dominierte im Südschwarzwald die Fleisch- und Milchwirtschaft – und es waren die Landwirte, die viele der noch heute beliebten Speisen und die kulinarischen Vorlieben prägten. Sie mussten zumeist mit dem auskommen, was sie auf den Höhen erwirtschafteten. Dazugekauft wurde so wenig wie möglich. So bestimmten natürliche Zutaten und eine kreative Verarbeitung den Speiseplan.

Herzhaftes Bauernbrot backten die Selbstversorger aus Mehl vom eigenen Feld, Hofhühner lieferten Eier, und gelegentlich wanderte das Geflügel auch in den Suppentopf. Im Garten wuchsen Gemüse und Kartoffeln, die die Grundlage für viele regionaltypische Gerichte wie zum Beispiel Schupfnudeln mit Sauerkraut oder die badische Kartoffelsuppe bilden. Das Obst kam von den eigenen Bäumen. Dieses wurde nicht nur eingemacht oder getrocknet, man presste daraus auch Most. Und  vielerorts wurde auch Schnaps gebrannt– eine Tradition, für die der Schwarzwald bis heute in aller Welt bekannt ist.

 

Weitere herzhafte Genüsse aus dem Schwarzwald sowie traditionsreiche Spirituosen und zuckersüße Klassiker lernen Sie in der aktuellen Ausgabe von FOOD & FARM kennen. Außerdem folgende kreative Rezepte aus dieser wunderschönen Region: Flammkuchen mit Speck und Zwiebeln, Schupfnudeln mit Pfifferlingen, Spargel mit Schinken und Wildkräuterhollandaise, Kalte Meerrettich-Cremesuppe mit Räucherforelle, Schwarzwälder Schichtdessert und Schäufele im Brotteig. Viel Spaß bei Ausprobieren.