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Regionale Lebensmittel per Lieferdienst – darauf sollten Sie achten

Woman Making Home Delivery Of Organic Vegetable Box

Woman Making Home Delivery Of Organic Vegetable Box

Autorin: Friederike Brauneck

Die Namen der Internetseiten verraten’s schon: Hier geht es „grün“ und „Bio“ zu – von Kisten und Tüten ist da die Rede. Wer wert auf „Bio“ und Regionalität legt, landet bei virtuellen Gemüsekisten: Lieferdienste, die sich auf Gemüse und Bioware spezialisiert haben, mit den Bauern und Produzenten vor Ort zusammenarbeiten und ihre Ware schließlich feldfrisch bei Ihnen zu Hause abladen.

Diese Online-Hofläden, die oft auch noch mehr als nur Gemüse liefern, sind aktuell sehr gefragt: Wegen der Corona-Infektionen versuchen die Menschen, ihre Versorgung zu organisieren, ohne das Haus zu verlassen. Etliche dieser Lieferdienste nehmen aktuell (Stand März 2020) wegen Überlastung keine Neukunden an – dennoch ist die Suche einen Versuch wert, da es inzwischen einige Anbieter gibt. Sinnvollerweise beschränken die Lieferanten ihren Radius der Auslieferung um der CO2-Bilanz – und natürlich der Frische – willen. Bei allen gemeinschaftlichen „grünen“ Vorzeichen gibt es in der Abwicklung doch einige Unterschiede, die wir hier in einem groben Überblick vorstellen möchten.

Erzeuger sind regional und oder/und zertifiziert

Erzeugernähe wird bei allen großgeschrieben. Erst wenn es im direkten Umfeld nichts mehr gibt, zieht man größere Kreise und bezieht zertifizierte Erzeuger ein, die weiter entfernt sind. Bei speziellen Produkten aus dem Ausland, wie Kaffee oder Tee, hält man sich ebenfalls an Lieferanten, die die entsprechenden Siegel aufweisen. Flugware kommt fast bei keinem Anbieter in die Kiste.

Für Zitrusfrüchte gibt es Partnerbetriebe im Süden Europas, die die Standards einhalten. Bei Fleisch- und Wurstwaren gilt artgerechte Tierhaltung. Die meisten Lieferanten gestalten ihre Lieferketten sehr transparent – man kann nachlesen, mit wem sie zusammenarbeiten: Naturland, Bioland, Demeter, Backbord … Grundsätzlich kann man von ökologischem Landbau ausgehen unter Einhaltung der aktuellen EU-Öko-Verordnung mit hohen Standards für Gesundheit, Umwelt und Tierschutz.

Wer sich einen Überblick über die verschiedenen Siegel verschaffen möchte, findet auf der Website „Siegelklarheit“ vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung BMZ eine nach Produktgruppensortierte Übersicht.

Was kommt schließlich in die Kiste?

„Alles Bio“, kann man bei den Lieferanten nachlesen und bis hin zu den einzelnen Höfen, Produzenten, Bauernläden mit den entsprechenden Siegeln verfolgen. Dabei beschränkt man sich in der Regel nicht nur auf Obst und Gemüse, sondern bietet die ganze Palette von Milchprodukten, Brot und Backwaren, Eiern, Fleisch und Wurstwaren, Nudeln, Säften, Ölen und Wein bis hin zu Kosmetik und Haushaltsprodukten – immer Bio. Das bedeutet, man kann hier seinen Küchenzettel komplett „abarbeiten“.

Je nach Betrieb werden verschiedene Standard- oder Sortimentskisten von Obst und Gemüse im Wert von durchschnittlich zehn bis 25 Euro angeboten: für den Haushalt, fürs Büro, Mutter-Kind-Kiste, für Singles – den Ideen sind keine Grenzen gesetzt – außer den naturgegebenen durch die Jahreszeit, die den Inhalt mitbestimmen. Teilweise gibt es auch die Möglichkeit, Produkte von der Zusammenstellung auszuschließen.

Monatsangebote erweitern den Speiseplan um Saisonales – die Internetseiten sind übersichtlich und weisen auf aktuelle Angebote hin. Außerdem liefern sie oft inspirierende Rezepte, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Bei den meisten Anbietern kann man sich neben den Sortimentskisten seine Kiste auch individuell zusammenstellen.

 

In der aktuellen Ausgabe von FOOD & FARM stellen wir Ihnen 9 Lieferdienste für regionale Lebensmittel vor. Außerdem verraten wir Ihnen, worauf Sie bei der Wahl des Anbieters achten sollten und wie man das Kleingedruckte im Onlineangebot richtig liest.